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Knackige Energiebündel

Unsere Goldmarie-Möhren wachsen und gedeihen in Friedrichskoog, auf dem Hof von Sören Beckmann. Wir haben dem sympathischen Landwirt bei der Arbeit über die Schulter geschaut!

Wir stehen im schleswig-holsteinischen Friedrichskoog am Rande eines riesigen Möhrenfeldes. Trotz Sonnenscheins weht ein kräftiger Wind von Westen heran – direkt von der Nordsee, die nur ein paar Kilometer entfernt liegt. „Moin!”, ruft Sören Beckmann uns gut gelaunt aus dem Feld zu. Heute sollen die Goldmarie-Möhren geerntet werden, er macht einen letzten Kontrollrundgang und nimmt uns kurzerhand mit.

„Das Wetter spielt schon eine wichtige Rolle bei der Ernte", erklärt er. „Es darf weder zu nass noch zu trocken sein – mit der Zeit entwickelt man ein Feingefühl dafür.” So ein bisschen Wind stört weder ihn noch seine Möhren. Beim Kontrollgang zieht er vorsichtig ein Bündel aus der Erde – es sind kräftige Exemplare, die unter ihrer Erdschicht orange leuchten. Das ist nicht nur optisch schön anzuschauen, sondern das Zeichen für einen hohen Betacarotingehalt. Sören Beckmann nickt zufrieden.

Dass er für sein Gemüse lebt, merkt man ihm an – kein Wunder: Schon sein Opa war Landwirt hier in Dithmarschen an der Nordsee. Er baute Getreide und verschiedenes Gemüse an, hielt Kühe und Hühner. Als der Vater von Sören Beckmann den Betrieb übernahm, beschloss er, sich auf Kohl und Möhren zu konzentrieren. Beides wächst hier in der Region besonders gut – die tonige Erde ist ein perfekter Wasserspeicher, der salzige Nordseewind sorgt dafür, dass sich Schädlinge kaum ansiedeln können. Das kühle, nordische Klima lässt die Möhren langsamer wachsen – sie erhalten dadurch festere Zellstrukturen und lagern weniger Wasser ein. Wenn man Sören Beckmann fragt, was er an seiner Arbeit liebt, muss er nicht lange überlegen: „Ich bin gern bei Wind und Wetter draußen und liebe die Arbeit in und mit der Natur“, erklärt der 39-jährige Holsteiner.

Inzwischen hat der große Klemmbandroder seine Arbeit begonnen: Die Erntemaschine zieht die Möhren vorsichtig am Büschel aus der Erde. Anschließend wird das Grün noch auf der Maschine abgeschnitten und das Gemüse mitsamt Erde in Holzkisten gelegt. „Bei dieser Sorte handelt es sich um Lagermöhren”, erklärt Sören Beckmann. „Das Wurzelgemüse kommt direkt vom Erntewagen ins Kühlhaus, wo eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit herrscht." Die Erde bleibt am Gemüse haften – so berühren die Möhren sich nicht unmittelbar und lagern über den Winter in ihrem natürlichen Klima. So bleiben sie den ganzen Winter über knackfrisch und aromatisch wie vom Feld! Bis Mitte April finden Sie die Goldmarie-Möhren von Sören Beckmann in unseren Märkten. Zuvor werden sie natürlich noch gewaschen und sortiert – teilweise von Hand, damit sichergestellt ist, dass wirklich nur Möhren bester Qualität in die Goldmarie-Schalen kommen. Eine frische Brise Meeresluft inklusive!