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Knolle Kraft voraus!

Die Goldmarie-Kartoffeln von den Höfen von Peter Twiesselmann (Bild rechts) und Albert Heeren (Bild links) schmecken wunderbar aromatisch. Der Grund: Sie wachsen in besonders nährstoffreichem Marschboden an der Nordsee heran!


Zur Besuch in Brunsbüttel

Eine salzige Brise weht zu uns herüber, als wir bei Brunsbüttel – direkt dort, wo die Elbe in die Nordsee mündet – aus dem Auto steigen. Wir sind in Sachen Kartoffeln unterwegs und wollen wissen, was die Goldmarie-Kartoffeln eigentlich so besonders lecker macht. Dazu statten wir als erstes dem Kartoffelbauern Peter Twiesselmann einen Besuch ab, den wir in seinem Kartoffellager antreffen – einem historischen Reetdachhaus, wo die Knollen in großen Holzkisten gelagert werden. „Dieses Gebäude hier hat über 300 Jahre auf dem Buckel”, erklärt uns Peter Twiesselmann, dessen Betrieb immerhin auch schon auf 168 Jahre zurückblicken kann – so lange ist der Hof bereits in Familienbesitz.

Muss man bei der Lagerung der Kartoffeln eigentlich etwas Bestimmtes beachten? „So einiges”, sagt Peter Twiesselmann schmunzelnd. „Belüftung und Temperatur müssen exakt stimmen – und wir verzichten hier komplett auf den Einsatz von Chemie.” Doch bevor die Kartoffeln ins Lagerhaus kommen, kümmert sich Peter Twiesselmann mit viel Liebe und Erfahrung um Anbau und Pflege: Sage und schreibe 42.000 Pflanzkartoffeln setzt er im Frühjahr in die Erde, jede Pflanze bringt später etwa das 10- bis 15-fache an Ertrag. „Aufgrund der Nähe zum Meer herrschen hier ganz besondere Bodenverhältnisse”, erklärt er. „Wir haben hier einen schweren Marschboden, durch den die Knollen einen würzigen und frischen Geschmack erhalten.”
 
Wichtig ist außerdem der Nitratgehalt – der liegt bei den Goldmarie-Kartoffeln besonders niedrig, „sogar unter dem Grenzwert von Babynahrung!”, so Twiesselmann. Regelmäßige Kontrollen sorgen dafür, dass nur Kartoffeln der besten Qualität in die Goldmarie-Beutel kommen. „Wir machen ab einer bestimmten Größe jeden Tag eine Kochprobe”, sagt Peter Twiesselmann. „Je weiter das Wachstum voranschreitet, desto mehr Stärke lagert die Kartoffel ein. Liegt die Stärke über 14 %, wird die Kartoffel mehlig – und das wollen wir nicht.“ Aus der Hofküche duftet es schon verführerisch – beim Probieren können wir uns selbst von der Qualität überzeugen: Die Kartoffeln sind bissfest, haben aber zugleich einen zarten Schmelz und eine goldgelbe Farbe.

Goldmarie-Qualität aus Hamswehrum

Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zu Albert Heeren nach Hamswehrum in Ostfriesland. Auch wenn zwischen den beiden Höfen in Schleswig-Holstein und Ostfriesland mehrere hundert Kilometer liegen, sind die Produktionsbedingungen für alle Goldmarie-Kartoffeln sehr ähnlich: Auch Heerens Hof liegt an einer Flussmündung, nur dass hier nicht die Elbe, sondern die Ems in die Nordsee fließt. Die Felder selbst liegen direkt hinterm Deich. Auch hier wurde der Boden vor Hunderten von Jahren dem Meer abgerungen und weist die gleichen Eigenschaften wie der in Schleswig-Holstein auf: ein schwerer Marschboden, ideal für den Anbau geschmacksintensiver Kartoffeln.

Die Leidenschaft für die Knolle entdeckte Albert Heeren schon früh: Er absolvierte seine Lehre auf einem Hof mit Kartoffelanbau und stellte, davon inspiriert, seinen eigenen Familienbetrieb, von Ackerbau auf das Knollengemüse um. „Wir bewirtschaften den Hof Heeren hier jetzt schon in der 5. Generation“, erzählt er. Nun wachsen und gedeihen hier auf 13 Hektar die Goldmarie-Kartoffeln, die im September geerntet, direkt auf dem Hof vorsortiert und gebürstet werden – allerdings nicht gewaschen, denn das würde der Haltbarkeit schaden. Anschließend werden sie nach Größe sortiert und in luftdurchlässigen Holzkisten bei 4 °C für die kommenden Monate eingelagert. So behalten die Goldmarie-Kartoffeln ihre besondere Qualität und ihren Geschmack nach frischer Nordseeluft auch lange nach der Ernte. Davon dürfen wir uns auch bei Albert Heeren und seiner Freundin Tomke überzeugen – sie lassen uns ihre selbst gemachten Grillkartoffeln probieren! „Wir schneiden die Kartoffeln in Scheiben, bepinseln sie mit Öl und backen sie im Ofen knusprig. Einfach lecker!”.